Eine schöne Brust stärkt das Selbstvertrauen und gehört zur positiven Eigenwahrnehmung einer Frau. Zudem kann die Aussicht auf eine erfolgreiche Brustrekonstruktion die Bewältigung der Krankheit unterstützen. Wir vom Team Dr. med. Badbanchi, die Frauenärztin sind mit allen rekonstruktiven Methoden vertraut und beziehen das Thema von Anfang an in unser Behandlungskonzept mit ein. Oft kann Brustkrebs heute brusterhaltend operiert werden. Bei rund 30 Prozent der Fälle muss jedoch die betroffene Brust in einem chirurgischen Eingriff entfernt werden. Hier stehen Frauen vor der Frage, wie sie mit der postoperativen körperlichen Situation umgehen möchten. Sie haben die Wahl zwischen diesen drei Verfahren:

Wiederaufbau mit Implantat

Die einfachste Form der Rekonstruktion erfordert eine ausreichende Haut-Weichteildeckung. Ist dies gewährleistet, kann das Implantat unter dem großen Brustmuskel oder darüber platziert werden. Bei vorausgegangener Bestrahlung besteht jedoch ein höheres Risiko der Kapselkontraktur mit frühzeitigem Revisionsbedarf. Ein Implantatwechsel ist etwa alle 12 Jahre notwendig.

Zweizeitiger Brustaufbau mit Gewebe-expander und Prothese

Bei unzureichendem Hautweichteilmantel kann durch Einlage eines Gewebeexpanders eine Vordehnung erfolge. Anschließend erfolgt der Austausch gegen ein permanentes Implantat. Einschränkung: Da die Brust aufgrund der fehlenden Weichteildeckung keine natürliche Form hat, fällt das ästhetische Ergebnis häufig nicht optimal aus.

Brustaufbau mit Eigengewebe

Die Verwendung von Eigengewebe überzeugt mit besserer Haptik, der Vermeidung von körperfremdem Material sowie besserer Formgebung der Brust. Zudem entfallen Folgeoperationen wie der regelmäßige Implantatwechsel. Allerdings ist der chirurgische Aufwand gegenüber der Implantatrekonstruktion deutlich höher.

Wenn die Brust zur Belastung wird

Während eine Brustvergrößerung meist dem Wunsch nach stärkerer Betonung der eigenen Weiblichkeit entspringt, stecken hinter einer Brustverkleinerung fast immer medizinische Gründe. Leiden Sie aufgrund Ihrer großen Brüste unter körperlichen Einschränkungen wie chronischen Kopfschmerzen, Haltungsschäden und Schulterfurchen? Dann besteht im Operationsfall voraussichtlich Leistungspflicht für Ihre Krankenkasse.

Was bringt eine Brustreduktion (Brustverkleinerung) und wie läuft sie ab?

Eine Brustreduktion verringert die Größe und das Gewicht Ihrer schweren Brüste. Dadurch reduzieren sich chronische Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen oder sie verschwinden gänzlich. Diese funktionelle Verbesserung geht Hand in Hand mit einem verbesserten Aussehen und Körpergefühl.

Persönliche Beratung ist der Schlüssel

Für die sehr persönliche und wichtige Entscheidung pro oder contra Brustverkleinerung sollten Sie sich die nötige Zeit nehmen. Wir besprechen gerne ausführlich Ihre Bedenken und Vorstellungen – insbesondere was die gewünschte Größe und Form Ihrer Brüste angeht. Am besten zeigen Sie uns anhand von Beispielfotos Ihre Wünsche. In diesem Vorgespräch erklären wir Ihnen auch, welchen Einfluss Ihr Alter, die Größe und Form Ihrer Brüste und Ihre Hautqualität auf das Operationsergebnis haben. Auch über die Risiken und die angezeigte Narkoseform werden Sie von uns umfassend informiert. Natürlich können Sie uns alle Fragen stellen, die Sie zu diesem Thema beschäftigen. Sobald Sie sich für eine Brustverkleinerung entschieden haben, werden wir Ihre Brüste untersuchen und den gesamten Operationsprozess fotografisch dokumentieren.

Wer übernimmt die Kosten?

Sofern eine Brustverkleinerung medizinisch notwendig erscheint, übernehmen einige gesetzliche und private Krankenkassen die Kosten hierfür. Fragen Sie am besten beim medizinischen Dienst Ihrer Krankenkasse (MDK) nach. Möglicherweise brauchen Sie ein Notwendigkeitsschreiben von uns und Ihrem Hausarzt sowie Fotos oder andere Dokumente. Gerne unterstützen wir Sie dabei, die erforderlichen Unterlagen zu organisieren.